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Was ist Osteoporose?

Etwa die Hälfte der Frauen und immerhin ein Drittel der Männer über 50 Jahren sind in von der Verminderung des Mineralsalzgehaltes des Knochens betroffen. Typisch bei einer Osteoporose sind Wirbelkörperbrüche, am häufigsten im Brustwirbel- und Lendenwirbelbereich. Bei älteren Patienten bricht leider auch häufiger der Oberschenkelknochen und ist häufig Ursache für Krankenhausaufenthalte, Operationen, Pflegebedürftigkeit und in manchen Fällen letztlich für den Tod. Dies gilt v.a. für hochbetagte Patienten, daher ist die Diagnose der Osteoporose auch im hohen Alter wichtig und kann unnötiges Leid mildern/verhindern.

Die Osteoporose ist gekennzeichnet durch eine Verminderung der Knochenmasse und eine Verschlechterung des Knochenaufbaues. Daraus resultiert die erhöhte Knochenbrüchigkeit. Kleinere Stürze und selbst alltägliche Handgriffe wie Heben und Tragen können dann zum Knochenbruch führen; vor allem an der Wirbelsäule, den Unterarmen/Handgelenken und den Oberschenkelknochen.

Der Knochen ist zwar ein hartes Organ, aber keineswegs ein totes Gebilde. Der Knochen besteht zu einem großen Teil aus Mineralien wie Calcium und Phosphor, aber es gibt auch Kollagenkomponenten, die den Knochen elastisch halten und ihm eine gewisse Flexibilität erlauben.

Die Muskulatur spielt eine entscheidende Rolle: eine aktive Muskulatur ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Osteoporosetherapie.

In den ersten 30 Jahren unseres Lebens nimmt die Knochenmasse zu. Danach zehren wir von diesem "Knochenkonto", das wir in dieser Zeit angelegt haben. Aber auch darüber hinaus haben wir Einfluss auf unsere Knochenmasse: Je ausgewogener wir uns ernähren und je gesünder wir leben, desto mehr ist unser Konto im Plus. Im Laufe der weiteren Jahre nimmt die Knochenmasse stetig ab, bei Frauen vor allem nach der Menopause, bei Männern gleichmäßig nach dem 3. oder 4. Lebensjahrzehnt. Manche Krankheiten, die Ernährung, Genussmittel (Rauchen, Alkoholkonsum) und fehlende körperliche Aktivitäten verstärken den Knochenschwund.

Von einer Osteoporose spricht man dann, wenn die Knochen soviel Masse und Festigkeit verloren haben, dass Knochenbrüche aus nichtigen Anlässen auftreten können. Bei einer Osteopenie ist die Knochenmasse im Vergleich zu gesunden Patienten vermindert, jedoch nicht so stark, dass man von einer Osteoporose sprechen kann. In diesem Fall sollte die Knochenmasse regelmäßig kontrolliert werden und die Ernährung auf eine ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D umgestellt werden (ggf. ergänzen mit Tabletten).

"Kosten" der Osteoporose:

Es geht darum Leid und Kosten zu sparen!

Es wird geschätzt, dass in Deutschland mindestens 2,5 bis 3 (möglicherweise 5) Milliarden Euro jährlich für die Behandlung der Folgen der Osteoporose ausgegeben werden. Bei weitem der größte Teil davon wird für die Behandlung von Brüchen aufgrund von Knochenschwund (z.B. Krankenhausbehandlung und Versorgung in Alten- und Pflegeheimen) aufgewendet, während für die medikamentöse Therapie und Prophylaxe nur ca. 10% der Gesamtsumme ausgegeben werden.

Man daher durchaus von einer "Volkskrankheit Osteoporose" sprechen.

Im letzten Jahrzehnt ist Bewusstsein für die Osteoporose deutlich gestärkt worden. Die Osteoporose wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO zu den 10 wichtigsten Erkrankungen gezählt.

Knochenbrüche aufgrund einer Osteoporose betreffen mehr Frauen als Herzinfarkt, Schlaganfall und Brustkrebs zusammen.

Es gibt heutzutage wirksame medikamentöse Therapien, die zusammen mit anderen Maßnahmen helfen, die Knochensubstanz positiv zu beeinflussen.